Gott in der Schule | Hat Religionsunterricht eine Zukunft?

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Monat Juni hat wenig Feiertage. Im Gemeindealltag merken wir das daran, dass wir nicht immer wieder unterbrochen werden durch Gottesdienste unter der Woche. Wären da nicht die Schulgottesdienste! Und wer die Schulbank drückt oder an einer Schule arbeitet wird eine erhöhte Dichte an Klassenarbeiten und Konferenzen feststellen. So wird es dann auch im Fach Religion um Leistung und Noten gehen. Mit dieser für die Schule normalen Pflicht kommt die nicht ganz neue Frage wieder auf: Gehört das Fach Religion überhaupt (noch) in die Schule?

Auch der gesellschaftliche Wandel ist in dieser Frage immer wieder ein Arguement für Veränderung. Denn auch in der Schule zeigt sich, was in der Breite der Gesellschaft immer deutlicher wird und zuletzt in der großen Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung ein Ergenis war: Die Zahl der Mitglieder einer christlichen Kirche nimmt immer mehr und immer schneller. Da liegt die Frage al so nahe, ob der Reli-Unterricht, wie er derzeit in unseren Schulen gelebt wird, noch eine Zukunft hat. Was sagen die Schülerinnen und Schüler dazu? Was sagen die Lehrerinnen und Lehrer, die Menschen, die eine Schule leiten?

Wir möchten Sie in diesem Heft mitnehmen in das ganz konkrete religiöse Leben an den Schulen in unserem Gemeindegebiet. Wir lassen die Stimmen von Schülerinnen und Schüler am Heinrich-Hertz-Europakolleg zu Wort kommen und hören auf Arndt Hilse – den Schulleiter der Karl-Simrock-Schule in Endenich, der seine Sicht auf Schulgottesdienste darstellt. Das Thema von konfessionellen Kooperationen im Religionsunterricht spielt sowohl im Bericht der Bonner Schulreferentinnen, als auch im Einblick der Reli-Lehrerin Antje Sebastian eine Rolle. Wie unterschiedlich man als Erwachsener auf den Reli-Unterricht zurückblicken kann, haben Beate Raabe und Niels Wey im Gespräch erfahren.

Wir hoffen, Sie können sich so ein eigenes Bild machen zur Frage: Hat Religionsunterricht eine Zukunft?

Wir wünschen Ihnen eine anregende und informative Lektüre!

Ihre Gemeindebrief-Redaktion