Gemeinsam unterwegs – mit Charlotte Fischer

  • Charlotte Fischer

Liebe Gemeinde,

seit einem Jahr darf ich nun schon meinen Dienst als Pfarrerin in Trinitatis tun. Zum 01.11.2024 habe ich hier als „Probedienstlerin“ begonnen – vom Kirchenkreis entsendet als Unterstützung für Pfarrer Uwe Grieser, der mit seinen vielen Aufgaben Anspruch auf Entlastung hatte.

Im Laufe  des Jahres 2025 wurde in den Gesprächen des Kooperationsraums deutlich, dass die Pfarrstelle bis zu seinem Ruhestandseintritt noch nicht neu besetzt sein wird und es eine Vakanzvertretung für die Übergangszeit braucht. Dass ich diesen Dienst nun tun darf, freut mich sehr!

Ich arbeite ausgesprochen gern hier – in Trini, in dieser lebendigen, offenen Gemeinde mit ihrer Fülle an Menschen, Ideen und Glauben. Immer wieder staune ich über die Vielfalt, die hier spürbar ist, und über die Mitte, aus der so vieles wächst. Mir ist zugleich bewusst, dass die jetzige Offenheit vieler Prozesse für manche auch Unsicherheit bedeutet.

Oft werde ich gefragt: Was heißt eigentlich Vakanzvertretung für unsere Gemeinde? Eine Vakanz klingt zunächst nach einer Lücke, nach etwas, das fehlt. Eine Pfarrstelle ist unbesetzt, jemand ist gegangen, und noch niemand ist final gekommen. Ich verstehe meine Aufgabe in dieser Zeit jedoch nicht bloß als „Lückenzeit“, sondern als eine bewusst gestaltete Zwischenzeit – oder als ein Raum, in dem die Gemeinde begleitet wird und in dem bereits Neues wachsen kann.

Die Pfarrstelle in Trinitatis soll 2026 neu ausgeschrieben werden – mit Blick auf den gesamten Kooperationsraum. Bis dahin bleibt Zeit, diesen Prozess gut vorzubereiten – in Ruhe, mit Beratung und im Vertrauen auf Gottes Leitung. In dieser Übergangszeit wurde ich vom Presbyterium beauftragt, die emeinde pastoral gut zu versorgen: mit Gottesdiensten, Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Seelsorge, Begegnung und Gespräch.

Das alles wird wie gewohnt weiterhin in einem Team gestaltet und umgesetzt werden.

Ich verstehe mein Amt als Pfarrerin als einen Dienst unter vielen: gemeinsam mit Ihnen, mit dem Presbyterium, mit allen, die Verantwortung tragen und sich einbringen, Kirche lebendig zu halten und zu gestalten. Diese Zeit des Übergangs ist keine bloße Zwischenlösung, sondern kann eine Zeit des Segens werden – wenn wir sie gemeinsam im Vertrauen gestalten. Ich freue mich darauf, mit Ihnen und Euch diesen Weg weiterzugehen: achtsam, suchend, hoffnungsvoll – im Vertrauen darauf, dass Gott uns durch diese Zeit begleitet und längst schon vor uns hergeht.

Herzlich, Ihre/ Eure Charotte Fischer