Während eines Aufenthaltes in Paris wurde ich dort auf die unkonventionelle Art der Behandlung des französischen Grundnahrungsmittels, des Baguette, aufmerksam: unverpackt, unter die Arme geklemmt. Die Inspiration zu meinem Langzeitprojekt „BROT“ war geboren und nahm mich seitdem für sehr lange Zeit in Anspruch (1987 – 2004). Es galt, dieses Thema mit künstlerischen Mitteln umzusetzen, ganz ohne Pathos. Baguette, Croissant, Brötchen galten lediglich als Metaphern. Reflektionen und Deutungen des Projekts nahmen im Laufe der Jahre einen spannenden Verlauf durch Katalogbeiträge der jeweiligen Ausstellungsorte, wie zum Beispiel dem Museum der Brotkultur in Ulm.
Die vielleicht „altbacken“ anmutende Thematik war für mich inzwischen längst geschlossen und doch, so scheint es nun, nicht abgeschlossen. Denn ehe das riesige Konvolut meiner Arbeiten dem Reißwolf anheimfällt, möchte ich „BROT & PAIN“ in der Trinitatiskirche zum Teil in Szene setzen. Dadurch könnte diese Thematik gerade jetzt Aktualität gewinnen.
Noch heute gehört das MEHL in seiner Grundsubstanz zu den Favoriten meiner künstlerischen Arbeit.
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 19. Januar, 11.15 Uhr
Einführung: Dr. Heidrun Wirth
