Großes Tauffest im Sommer am Rhein

Am 29.06.2024 laden die Kirchenkreise An Rhein und Sieg, Bad-Godesberg-Voreifel und Bonn zu einem bunten Fest in die Rheinaue. Mitmachen können nicht nur Tauffamilien, sondern alle.

Was denken Sie, wenn Sie an Kirche denken? Viele antworten auf diese Frage mit einem kleinen Einblick in die Gemeinde um die Ecke: „Wenn ich an Kirche denke, dann denke ich an mein Gemeindehaus und den Ort, an dem ich schon oft im Gottesdienst war“, sagt beispielsweise eine Gottesdienstbesucherin in Trinitatis. Und in der Tat: Kirche bedeutet im evangelischen Sinne erst einmal die Gemeinde vor Ort.

Deswegen taufen wir auch so gern und so oft im Gottesdienst am Sonntagmorgen.

Dass man Kirche auch anders verstehen kann, zeigen die Untersuchungen der Mitglieder immer wieder. Nicht erst seit der letzten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung vom Anfang dieses Jahres wissen wir: Menschen nehmen ihre Kirche immer globaler und in größeren Zusammenhängen wahr.

Mögliche Antworten würden dann lauten: „Wenn ich an Kirche denke, dann denke ich an all die evangelischen Kirchen, die wir in Bonn haben. An all die bunten Programme und schönen Gottesdienste.“ Was macht dieses Verständnis von Kirche mit unserem Bild von Taufe?

Müsste nicht unter diesen Umständen eine Taufe die große Gemeinde einer Region im Blick haben?

Müsste nicht dann eine Taufe sowohl den Bezug zur Gemeinde um die Ecke, als auch zur großen Gemeinschaft bieten?

Zu diesen Fragen gesellt sich noch ein anderer Aspekt. Denken Eltern an Taufe ihrer Kinder, dann verbinden sie damit allzu oft ein kleines Familienfest. Man lädt Großeltern, Freunde, Geschwister und Nachbarn ein, kurzum Menschen, die für das eigene Leben wichtig sind. Das ist schön und das ist genau richtig!

Aber: Es gibt Lebenssituationen, in denen das nicht geht. Sei es aufgrund von finanziellen Engpässen, sei es, weil die Familiensituation nicht der klassischen Norm entspricht und man gar nicht weiß, wo man mit dem Einladen anfangen soll. Es kann auch sein, dass man schlicht den Platz nicht hat. Für manche Menschen ist die Organisation eines Festes einfach zu viel.

Spielt beim Tauffest mit ihrer Band: Judy Bailey (c) Uwe Grieser

An dieser Stelle kommt das Tauffest in den Blick. Die drei Bonner Kirchenkreise wollen, vom Tauffest in Köln inspiriert, die Arbeit der Gemeinden ergänzen und stellen daher ein Fest für alle auf die Beine. Das Tauffest will das schaffen, was nur zusammengeht: Eine Großveranstaltung am Rhein, zu dem aus allen Kirchenkreisen möglichst viele Menschen kommen. Es soll sichtbar werden: Wir sind viele! Und wir können auch an den Orten feiern, an denen Kirche sonst nicht oft auftaucht. Für alle ist dann ein Fest mit Programm und Kinderbetreuung schon organisiert und man braucht sich um wenig selbst Gedanken machen.

Auf dem Gelände des Kunst!Rasen am Rhein wird es am 29.06. ab 11 Uhr Musik, Gottesdienst, Kindermitmachaktionen und viele wunderbare Momente geben.

Die Gemeinden richten kleine „Inseln“ auf dem Gelände ein, an denen sich die jeweiligen Mitglieder treffen und wo der oder die Heimatpfarrerin sein wird. Hier finden dann all die Taufen statt, die normal in den Sonntagsgottesdiensten stattfänden.

Man kann aber auch einfach so kommen und Musik und Stimmung genießen.

Es erwartet Sie unter anderem Musik von Justus Cremer, einem 17-Jährigen Nachwuchstalent aus dem Kirchenkreis An Sieg und Rhein, der im Vorjahr beim Musikwettbewerb „Dein Song“ auf KiKa zu sehen war. Außerdem die international bekannte Judy Bailey Band und der größte Kinderchor der Region.

Das Tauffest schafft es so, sowohl den Bezug zu den Gemeinden um die Ecke, als auch zur großen Kirche zu leisten. Es kann sogar sein, dass das Tauffest Menschen erreicht, die mit dem klassischen Gottesdienst am Sonntagmorgen nicht mehr viel anfangen können. Mehr Infos finden Sie im Internet unter www.tauffest-bonn.de .

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