Ja, mit Gottes Hilfe!

Wer Patin oder Pate eines Täuflings geworden ist, hat mit dieser „Formel“ auf die Frage geantwortet, ob er oder sie bereit sei, das Kind im christlichen Glauben zu begleiten und zu erziehen.

Auf die Freude und den Stolz, für eine Patenschaft erwählt und gefragt worden zu sein, folgt beim ersten Mal die Überlegung, wie diese Aufgabe umgesetzt werden kann. Hat man selber eine Patentante oder einen Patenonkel, gibt es vielleicht ein Vorbild, dem man nacheifern möchte. Oder man googelt und findet dann sogar einen Austausch unter chefkoch.de. Offenbar beschäftigen sich nicht wenige mit dem Thema, was eine Patenschaft auszeichnet.

In der alten Kirche bedeutete das Patenamt, Bürge für einen Taufanwärter zu sein. Ist sein Begehren glaubwürdig?

Der Pate, die Patin trat für das Anliegen ein und begleitete den Taufanwärter bei der Vorbereitung, dem sogenannten Katechumenat.

Mit der Säuglingstaufe änderte sich die Aufgabe. Geblieben ist das Motiv der Begleitung im christlichen Glauben. Oft beginnt es damit, für den Täufling eine Taufkerze zu kaufen oder zu gestalten und bei der Taufe eine Fürbitte zu sprechen.

Auch das Geschenk einer Kinderbibel ist beliebt. Was die Fragen des Kindes nach Gott und dem Glauben angeht, ist Offenheit und Ehrlichkeit wichtig. Nicht, ob eine Antwort richtig oder falsch sein könnte, ist von Bedeutung, sondern was man aus dem Herzen heraus sagen kann. Und damit auch die Bereitschaft, dazu zu stehen, manchmal keine Antwort zu haben – aber die selbe Frage. Immer spannend wird es sein, dem Kind Raum zu geben, die eigenen Gedanken mitzuteilen. Oft sind die kindlichen Antworten voller Klarheit und Schönheit.

Manche Paten kennen nicht nur den Geburtstag ihres Patenkindes, sondern tragen sich auch das Taufdatum in den Kalender ein, schreiben ein Kärtchen, rufen an oder machen einen Besuch. Darin kommt der Charakter der Taufpatenschaft besonders zur Geltung. Wie auch immer das Patenamt ausgefüllt wird: als Pate ist und bleibt man für ein Patenkind eine lebenslange Erinnerung daran, dass es getauft wurde.