Unter dem Motto „Für die, die fehlen – für die, die schützen“ laden die Kirchen in Bonn am Mittwoch, 23. September, 17.30 Uhr erstmals zu einem besonderen „Gedenk- und Dankgottesdienst zum Ende des Hitzesommers 2026“ ein.
In der Krypta der Kreuzkirche, der evangelischen Stadtkirche am Kaiserplatz, wird es am kalendarischen Sommerende Raum geben, an die vielen auch in Bonn und der Region in den Hitzewochen im Sommer Verstorbenen zu gedenken. Aber auch sehr bewusst Danke zu sagen für alle Menschen, die in dieser Zeit so viel für die Pflege in der Familie, in der Nachbarschaft, in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern geleistet haben.
Mit dem Bonner Wetter-Experten Dr. Karsten Brandt – Pflegekräfte berichten
Der Bonner Wetter-Experte und Klimatologe Dr. Karsten Brandt, bekannt unter anderem über Radio Bonn/Rhein-Sieg, skizziert im Gottesdienst mit einem Impuls Hintergründe und Aussichten zum Klimawandel auch in Bonn und der Region. Mitarbeitende aus den Pflegediensten von Caritas und Diakonie sowie der Krankenhausseelsorge werden mit kurzen persönlichen Worten von ihrer Arbeit und den Grenzerfahrungen in diesem Sommer berichten.
Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind in diesem Jahr allein in Deutschland 16.300 Menschen durch die intensiven Hitzewellen gestorben. Anlass für die evangelische und katholische Kirche, ihre Hilfswerke Caritas und Diakonie sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn nun erstmal zu einem solchen ökumenischen Gedenk- und Dankgottesdienst einzuladen. Und zwar alle Menschen, die trauern oder sich dem Anliegen verbunden fühlen.
Den Gottesdienst halten der Bonner Superintendent Dietmar Pistorius und Pfarrer Joachim Gerhardt sowie Diakon Dr. Zenon Szelest und die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn Esther Runkel, musikalisch gestaltet von Kreiskantor Johannes Pflüger mit Theresia Veale, Geigerin im Beethoven Orchester Bonn.
„Erfahrungen dieses Sommers nicht einfach sang- und klanglos hinter uns lassen“
„Wir können und wollen die bedrückenden Erfahrungen dieses Sommers nicht einfach sang- und klanglos hinter uns lassen. Zudem müssen wir uns darauf vorbereiten, dass sich Hitzewellen dieser Art wiederholen und müssen dann besser vorbereitet sein und vor allem an allen Orten unserer Gesellschaft aufeinander acht geben“, erklärt im Namen aller Veranstalter Superintendent Dietmar Pistorius.
