„Jetzt ist die Zeit.“ Unter diesem Zitat aus dem Markusevangelium versammelten sich vom 7. bis 11. Juni in Nürnberg zehntausende Menschen zum Kirchentag. Auch unsere Gemeinde war mit einer Gruppe von 16 Jugendlichen und 4 Betreuenden vor Ort. Dabei waren wir nicht die einzige Bonner Gemeinde, die mit Jugendlichen angereist ist: Zusammen mit fünf anderen Gemeinden aus Bonn und dem Umland haben wir in einem Gemeinschaftsquartier in Fürth übernachtet. Die zahlreichen Veranstaltungen haben die Jugendlichen in kleinen Gruppen besucht und so einen ganz eigenen Eindruck davon bekommen, was es heißt, evangelisch zu sein. Eine Teilnehmerin, die das erste Mal dabei war, fasst es so zusammen: „Ich hätte nicht gedacht, dass Kirche so viele Menschen auf die Beine bringt. Hier gibt es so viele Impulse für den Glauben.“ Eine andere, auch erstmals dabei, sagt: „Kirchentag macht Mut, sich für Klimaschutz und Frieden einzusetzen.
Stimmen unserer Jugendlichen zum Nachhören im WDR (Diesseits von Enden vom 08.06.2023; ab Minute 5).
Die Begeisterung hier steckt an.“ Tatsächlich reichte die Spannweite der Themen von Klimaschutz über Rassismuskritik bis hin zu Zukunftsfragen der Institution Kirche. Daneben konnten wir Großkonzerte, Kleinkunst, Gottesdienste und Andachten sowie viele Momente der Stille erleben: Bei Podiumsdiskussionen wie beim Abendsegen mit Kerzenmeer hieß es „Jetzt ist die Zeit“ für eine heilige Minute, in der wir gemeinsam geschwiegen haben.
Jeden Morgen sind wir als Gruppe mit einer Bibelarbeit in den Tag gestartet. Sichtlich beeindruckt waren wir dabei von der Bibelarbeit des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.
Es ließe sich noch sehr viel mehr über Höhepunkte und besondere Momente berichten – ein Thema zog sich in den Meinungen der Jugendlichen aber durch: die Gemeinschaft.
Ein Teamer aus unserer großen Gruppe bringt es auf den Punkt: „Kirchentag ist vor allem Gemeinschaft. Und das ist für mich in unserer Zeit und nach der Pandemie wichtiger denn je.“
