Kurzberichte, Befürchtungen, Wünsche und Fragen bestimmten die diesjährige Gemeindeversammlung in Trinitatis am 15. Juni zur anstehenden Fusion mit den Gemeinden Luther, Kreuz und Frieden. Anregende Impulse gab es zuvor im Gottesdienst durch die drei Kurzpredigten von Lisa Inhoffen, Jan Heysel, Rebecca Zander und Merle Groscurth – nachzulesen auf www.trinitatiskirche-bonn.de.
In den Berichten wurde u.a. erläutert, wie es mit dem Pfarrdienst weitergeht ab dem 1. November, wenn Pfr. Grieser in den Ruhestand geht. Pfarrerin Charlotte Fischer wird zunächst die Vakanz-Vertretung übernehmen. Voraussetzung für die Nachbesetzung der Stelle ist ein Pfarrkonzept des Kooperationsraums, das sich in der Erarbeitung befindet. Es ist davon auszugehen, dass die Pfarrstelle im kommenden Jahr besetzt wird, entweder nach einer Ausschreibung oder durch Berufung.
Die gestellten Fragen bezogen sich größtenteils auf das Zugehörigkeitsgefühl und die Fortführung von bewährten Angeboten (RAT&TAT, Musikprogramm von tr-i-molo, Ökumene, Zusammengehörigkeit von Kita und Gemeinde), aber auch auf die Organisationsstruktur und auf Partizipation und Transparenz.
Damit verbunden sind Befürchtungen: dass die speziellen „Trini-Werte“ (Offenheit, progressiv, politisch) verloren gehen und es zukünftig konservativ und langweilig zugehen könnte; dass am Ende in Summe weniger aktive Leute da sein werden; dass es nicht mehr jeden Sonntag Gottesdienst vor Ort gibt; dass es zu Einschnitten z.B. in der Seniorenarbeit kommt. In Summe: dass die Kooperation auf Kosten der bisherigen Ortsgemeinde geht.
Manche Wünsche spiegeln dazu das Gegenbild: die „Heimat“ soll erhalten bleiben. Konkret wurde gewünscht, die Endenicher Ökumene fortzuführen, ebenso die Kirchenmusik im Trini-Profil, die Kulturnachmittage, das Kirchenasyl. Dazu kommen die Wünsche nach etwas Neuem: Mehr dialogische, attraktive Angebote, Gründung eines „AK für (Gottesdienst-) Formate (z.B. für junge Gemeindeglieder)“, weitere gemeinsame Aktionen (wie die Fahrradtour) vor 2027 und „dass es gelingt, die jeder Gemeinde wichtigen Profilpunkte in den Kooperationsraum einzubringen“.
An der Erfüllung dieser Wünsche darf sich jede/r in der Gemeinde beteiligen: mutig, stark, beherzt. Ein Ziel aller Beratungen ist es, gut mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen.
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